Analog fotografieren: Filme selbst entwickeln Teil 2

By | 26. 08. 2012

Da ihr nun schon wisst, was ihr alles braucht, um eure Negativ-Filme zu entwickeln (siehe Teil 1), erkläre ich heute wozu ihr das braucht.

Mit dem Vergrößerungsgerät werden die Negative auf eine weiße Fläche geworfen, wie bei einem Projektor. Das Prinzip ist einfach: in dem Gerät gibt es eine Lichtquelle, die auf das eingesetzte Negativ stahlt und das Bild so auf die weiße Platte wirft. Die Größe müsst ihr dann selbst auf die Größe des Fotopapiers einstellen.

Das Fotopapier gibt es in einer lichtdichten Verpackung und da sollte es auch bleiben, so lange, wie das Licht an ist 😉

Außer ihr habt bereits die Rotlicht-Lampe (dafür könnt ihr euch einfach eine rote Glühbirne kaufen und sie in eure Deckenlampe schrauben) eingeschaltet und den Raum vorher abgedunkelt, damit auch wirklich kein weißes Licht mehr in den Raum stahlt. Auf das rote Licht reagiert das Fotopapier nämlich nicht (Achtung: es gibt auch Fotopapiere, die auf andere Farben nicht reagieren – also vorher informieren).

Die Schalt- oder Stoppuhr dient dazu, dass das Vergrößerungsgerät genug Licht auf das Papier werfen kann. Wie ihr testen könnt, wie lange es angeschaltet bleiben soll, verrate ich später.

Das Thermometer, die Messbecher und die Zange sind Hilfsmittel, die ihr für die Chemikalien (siehe unten) braucht.

Die flachen Behälter nennen sich auch Chemikalien-Bäder. Das belichtete Fotopapier wird dort mit der Zange eingetaucht.

Filme selbst entwickeln ist kein Kunst

Bild: Jean-Pol GRANDMONT

Chemikalien – diese sollten auf das Fotopapier abgestimmt sein. Schaut euch also den Beipackzettel des Fotopapiers an. Ihr könnt sie in Pulverform oder in flüssiger Form kaufen. Die genaue Dosierung, um sie mit Wasser zu vermischen, ist auch sehr unterschiedlich, aber meistens sehr gut in der Gebrauchsanweisung dargestellt. Dort findet ihr auch die genauen Zeiten, wie lange das belichtete Fotopapier in den Flüssigkeiten bleiben muss. Auch hierfür ist die Stoppuhr nützlich.

  1. Entwicklerflüssigkeit – sie dient dazu, wie der Name schon sagt, das Bild auf dem Fotopapier sichtbar zu machen.
  2. Stopp- oder Unterbrechungsflüssigkeit – damit das Papier irgendwann aufhört zu entwickeln, müsst ihr es als zweites in das Stoppbad tauchen.
  3. Fixierflüssigkeit – hierdurch wird das Papier dauerhaft lichtbeständig gemacht.

Wichtig: Entsorgung der Chemikalien.

Im dritten Teil erfahrt ihr die ersten Schritte.
Bis bald! Simon

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