Analog fotografieren: Filme selbst entwickeln Teil 3

By | 05. 09. 2012

Der erste Schritt bei der Entwicklung eurer Negative sollte die Herstellung eines Teststreifens sein. Er dient dazu herauszufinden, wie lange ihr euer Fotopapier belichten müsst, um ein schönes Foto zu bekommen.

Zunächst müsst ihr euer Negativ-Bild, das ihr im Fotolabor habt entwickeln lassen, in das Vergrößerungsgerät legen. Wenn ihr das Gerät jetzt einschaltet, sollte das Bild unten auf der „Projektionsfläche“ erscheinen. Stellt es nun noch auf die Größe eures Fotopapiers ein und stellt es scharf. Da jedes Vergrößerungsgerät anders funktioniert, müsst ihr da einfach ein wenig ausprobieren. Übung macht den Meister. 😉

Vergrößerungsgerät

Oben befindet sich die Glühlampe, die auf das Negativ (in der Mitte) strahlt. Unten seht ihr den rechteckigen Platz für das Fotopapier.

Bild: Frank Gosebruch

Dann schaltet das Gerät wieder ab und bereitet eure Dunkelkammer vor: Raum abdunkeln, Chemikalien mischen, Rotlichtlampe einschalten, … (siehe Teil 1 und Teil 2).

Wenn ihr das gemacht habt, könnt ihr das Fotopapier aus der lichtdichten Verpackung nehmen und auf die weiße Fläche des Vergrößerungsgeräts legen – in den Bereich, wo das Bild reflektiert wird. Jetzt geht es an die Belichtung.

Deckt 3/4 des Fotopapiers mit einer dünnen Pappe ab und schaltet das Vergrößerungsgerät für 2 Sekunden ein. Die Pappe dann so verschieben, dass 2/4 verdeckt sind und nochmal für 2 Sekunden einschalten. Denn dann ist der erste Teil des Fotopapiers 4 Sekunden und der zweite Teil 2 Sekunden belichtet. Das macht ihr dann noch zweimal.

Das Fotopapier müsst ihr dann nach und nach in das Entwicklerbad, das Stoppbad und das Fixierbad tauchen (die Zeiten entnehmt ihr der Anleitung der Chemikalien und des Fotopapiers). Am Schluss noch unter kaltem Wasser abspülen (oder in ein Wasserbad tauchen) und zum Trocknen an die Wäscheleine. 😉

Chemikalien im Fotolabor

Die Chemikalien sollten dunkel gelagert werden.

Bild: Dirk Meyer

So sollte der fertige Teststreifen dann aussehen. Hier sieht man gut, dass 8 Sekunden zu lange belichtet (= zu dunkel) und 2 Sekunden zu kurz belichtet (= zu hell) ist.

Wenn euch die 4 Sekunden gefallen, dann könnt ihr nun die ganzen Fotos aus der Serie mit 4 Sekunden belichten und entwickeln. Ihr könnt aber die Zeiten auch verkürzen oder verlängern, wenn es euch noch nicht so gut gefällt.

Im vierten Teil bekommt ihr noch ein paar abschließende Tipps. Bis dann! Simon

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