Ab welchem Alter sollten Kinder ein Smartphone haben?

By | 14. 05. 2013

Natürlich geht der Trend zum Smartphone und Tablet-PC nicht spurlos an unseren Kindern vorbei. Benutzen die Eltern diese Geräte ständig vor den Augen der Kleinen, dann ist es wenig verwunderlich, dass bei ihnen Neugier und Verlangen danach wachsen. Doch sollten Minderjährige überhaupt so etwas wie ein Smartphone besitzen?

Für Erwachsene mittlerweile unverzichtbar: Smartphones

So ziemlich jeder Erwachsene, der ein Smartphone besitzt und regelmäßig benutzt, wird wohl nie wieder freiwillig darauf verzichten wollen. Zu praktisch erweist sich das handliche Gerät, das weitaus mehr zu bieten hat als so mancher in die Jahre gekommener PC. Es vereint Nachschlagewerk, Kommunikationsgerät, Spielekonsole, Internetnutzung, Schreibblock und vieles mehr auf nur wenigen Quadratzentimetern und lässt sich über ein Touchscreen kinderleicht bedienen. Kein Wunder, dass deshalb auch Kinder weit unter 14 Jahren nach einem Smartphone lechzen.

Die Nachteile für Kinder

Doch birgt ein Mobiltelefon neben den genannten Vorteilen und der ständigen Erreichbarkeit auch einige Nachteile. So hält das Internet bekanntlich allerlei Inhalte bereit, die für Kinderaugen ungeeignet sind. Zudem mangelt es ihnen an der Fähigkeit, Konsequenzen ihrer eigenen Handlungen abschätzen zu können. Ein online gestelltes Foto oder Video, das beispielsweise einen Mitschüler bloßstellt, kann schnell eine ungeahnte Eigendynamik entwickeln. Nicht zwangsläufig repräsentative Studien ergeben außerdem, dass die Aufmerksamkeit von Kindern darunter leidet und es zu regelrechten Suchterscheinungen kommen kann. Auch der Sprachentwicklung ist ein Gerät, über das überwiegend in möglichst knappen Halbsätzen kommuniziert wird, nicht unbedingt zuträglich.

Mädchen mit Smartphone

© Jupiterimages/Brand X Pictures/Thinkstock

Eine Frage des Geldes

Auch der finanzielle Aspekt spielt eine Rolle. Schließlich ist sich ein Minderjähriger nicht zwangsläufig darüber im Klaren, welche Kosten die Handynutzung mit sich bringt. Abofallen, Sonderrufnummern und kostenpflichtige Apps tragen ihr Übriges zum Risiko bei, sich zu verschulden. Eine Lösung für dieses Problem stellen flexible Prepaid-Tarife dar, mit denen man Internet, Telefonie und SMS unter einen Hut bekommt. Dank der vollen Kostenkontrolle besteht hier für Kinder nicht die Gefahr, mehr Geld auszugeben als sie zur Verfügung haben.

Smartphones für Minderjährige? Eher nicht

Was für ein Mobiltelefon im Kindesalter spricht, ist der Sicherheitsaspekt sowie der Gruppenzwang unter Freunden. Darüber hinaus erhöht ein Smartphone die Medienkompetenz, die in Zeiten des ständigen Datenaustausches und globaler Kommunikation immer wichtiger wird. Experten empfehlen, dass für Kinder unter 14 Jahren ein ständiger Internetzugang tabu ist. Ein einfaches Handy für Notfallanrufe und SMS ist jedoch für Kinder ab 10 oder gar früher durchaus sinnvoll. Ein modernes Smartphone mit Flatrate-Vertrag sollten sie erst im Teenager-Alter erhalten. Fürs Begleichen der monatlichen Rechnung darf dann auch das eigene Taschengeld herhalten.

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