Auch Trennungskinder können lachen

By | 11. 07. 2012

Also heute würde ich gerne ein Thema ansprechen, welches nicht lustig oder unterhaltsam ist, das aber gerade im Moment sehr stark in den Medien vertreten ist – Trennungskinder.

Das momentan berühmteste Trennungskind ist Suri, die kleine Tochter von Katie Holmes und Tom Cruise. Gut, bei ihr ist der Hintergrund noch dramatischer, da ihr Leben stark von einer Sekte wie Scientology beeinflusst ist, aber darin möchte ich mich gar nicht vertiefen. Mir geht es hier nur um das Thema «Trennungskinder».

Eine Trennung hat immer viele Facetten und viele Beteiligte; letztendlich ist es für alle ein Verlust, aber in bestimmten Fällen auch eine bessere Lösung für die Zukunft. Es gibt keine Trennung, die einer anderen gleicht, alle sind unterschiedlich. Eines ist sicher, es versetzt alle Familienmitglieder in eine emotionale Ausnahmesituation.

Für die Familien, wo eine Trennung auch noch schwerwiegende finanzielle Folgen hat, ist es umso schlimmer, weil die Kinder dann nicht nur mit ihren Emotionen zu kämpfen haben, sondern auch noch mit dem materiellen Verlust. Für die Eltern ist es auch sehr schwierig, denn sie müssen mit ihren Kindern, sich selbst, ihrer Existenz und ihrem Ex-Partner klarkommen. Alles in allem sehr schwer zu bewältigen.

Gerade in der Zeit, wo die Eltern viel um die Ohren haben, vergessen sie leider oft, dass die Kinder gerade jetzt besonders viel Zuwendung brauchen. Sie dürfen auch niemals Schlechtes von einem Elternteil über den anderen hören, denn auch der andere Elternteil ist ein Stück ihrer Identität. Die Kinder haben sowieso, egal wie vorbildlich man sich als Eltern in einer Trennungssituation verhält, Loyalitätskonflikte zu bewältigen. Man muss es ihnen nicht noch schwerer machen.

Die Kinder verlieren im Moment der Trennung alles, was bis zu dem Zeitpunkt ihre ‚normale Welt‘ war. Manche reagieren, in dem sie in sich gekehrt und still werden, andere werden eher aggressiv. Das hängt meist vom Charakter ab.

Ich rate allen Eltern, sich professionelle Hilfe und Rat zu holen, denn keiner ist ein Experte, wenn so eine Situation auf einen zutrifft. Wenn zum ersten Mal ein Baby auf die Welt kommt, holt man sich auch eine Hebamme , also wieso sollte man sich im Falle einer Trennung keinen Rat holen? Es gibt nichts Beschämendes dabei, eher etwas Ehrenhaftes und Verantwortliches.

Auf jeden Fall sollte man sich niemals vor den Kindern streiten und man sollte alles versuchen ohne verletzten Stolz und Eitelkeit zu klären. Der hilft wirklich keinem weiter. Eine Sache, die beide verstehen müssen ist, dass jetzt die Zeit der KOMPROMISSE, KOMPROMISSE, KOMPROMISSE ist. Man wird sich in den meisten Dingen nicht einig sein, denn gäbe es nicht ein fundamentales Problem zwischen den Eltern (Ausnahmen gibt es), hätte man sich ja nicht getrennt.

Also, mein persönlicher Rat ist, den Kindern nichts vorspielen, denn Trennung gehört zum Leben genauso wie Hochzeit, Geburt, Tod und so weiter. Sie ist ein Teil vom Leben und dies müssen sie akzeptieren. Ich bin sowieso der Meinung, dass wenn man sein Kind unbegrenzt liebt und man versteht, dass ein Kind sowohl Mutter als auch Vater braucht, kann man nichts Falsches machen.

Liebe und Verständnis sind die Schlüsselwörter.

 

 

 

 

 

 

Quelle: Rolf van Melis/pixelio.de www.pixelio.de

Elisa

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