Justin Bieber on Tour – Muss Papa oder Mama mit?

By | 05. 04. 2013

Kreisch-Alarm ist angesagt: Justin Bieber ist auf Tour und erobert deutsche Konzerthallen. Nun sind die Fans von Justin Bieber in der Regel nicht volljährig. Was also tun, wenn der Sohn oder die Tochter erst 12 ist? Muss Mama oder Papa mit? Bei diesem Gedanken brechen viele Eltern jetzt wohl innerlich zusammen.

Das Jugendschutzgesetz regelt in § 5 nur die sogenannten „Tanzveranstaltungen“:

(1) Die Anwesenheit bei öffentlichen Tanzveranstaltungen ohne Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauf-tragten Person darf Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nicht und Jugendlichen ab 16 Jahren längstens bis 24 Uhr gestattet werden.

Konzerte fallen nicht grundsätzlich unter diese Regelung, sondern werden von Konzert zu Konzert vor Ort entschieden. Es empfiehlt sich also, vor dem Ticketkauf den Veranstalter zu kontaktieren oder auf der Webseite nachzuschauen.

Biber

Ätsch, das ist nicht Justin Bieber.
Der ist ja auf Tour durch Deutschland. 😉

Bild: Bredehorn Jens/pixelio.de

Auf seiner Tour macht Justin Bieber auch in der schönen Stadt Dortmund halt. Die Westfalenhalle schreibt auf ihrer Webseite:

Altersvorgaben:
0 – 6 Jahre :  Kein Zutritt
6 – 12 Jahre: Zutritt in Begleitung eines Erziehungsberechtigten
ab 13 Jahre : Ohne Einschränkung

Unter dem Motto „Houston, wir haben ein Problem“ wird klar, dass die Gefahr für Mama und Papa noch nicht gebannt ist. Was also tun?

Folgende Varianten sind möglich:

1. Justin Bieber muss noch warten. Der Konzertbesuch wird verworfen.
Resultat: Ein heulender Teenager.

2. Die Eltern würfeln aus, wer mitgeht.
Resultat: Eine heulende Mutter oder ein heulender Vater.

3. Die Eltern haben diesen Blogartikel gelesen und kennen nun den sogenannten „Muttizettel“ (ein nettes Wort, wie ich finde). Umgangssprachlich wird damit ein Schriftstück bezeichnet, welches eine andere volljährige Person als Ersatz für einen Erziehungsberechtigten dazu verdonnert, den Sprössling zum Konzert von Justin Bieber (o. a.) zu begleiten.

Korrekt heißt dieses Schriftstück „Erklärung zur Übertragung der Aufsichtspflicht„. Manche Veranstalter bieten auf ihren Webseiten direkt ein Formular zum Download an. Ansonsten reicht ein formloses Schriftstück mit den Daten aller drei beteiligten Personen: Personalien des Erziehungsberechtigten (Elternteil), Personalien der zu beauf-sichtigten Person und die Personalien der erziehungsbeauftragten Begleitperson. Wichtig: Vor Ort müssen sich Teenager und volljährige Begleitung bei Kontrollen ausweisen können.

Jetzt muss man nur noch ein volljähriges „Opfer“ finden: Papa oder Mama der besten Freundin des Teenagers, die gute alte Patentante oder der volljährige Bruder. Manchmal helfen kleine Geldgeschenke. 😉

Fazit: Vorher immer auf den Webseiten des Veranstalters informieren. Eine Nachfrage, ob der „Muttizettel“ akzeptiert oder überhaupt gebraucht wird, kann auch nicht schaden. Dann steht dem Konzertbesuch nichts mehr im Wege.

Geschrieben von Uschi

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