Rituale helfen Kindern beim Einschlafen

By | 14. 02. 2013

Wer kennt das nicht? Als Mutter oder Vater möchte man es sich nach einem anstrengenden Tag abends auf der Couch gemütlich machen, doch der Nachwuchs hat keine Lust, in seinem Bett zu bleiben, hat Durst oder muss zum vierten Mal auf’s Klo. Da braucht man gute Nerven. Manchen Kindern fällt Einschlafen sehr schwer. Sie fühlen sich im Kinderzimmer „abgeschnitten“ vom Rest der Familie und der Dunkelheit und den Monstern unter dem Bett ausgeliefert.

Auch Erwachsene plagen sich manchmal mit Einschlafproblemen herum. Gerade nach einem stressigen Tag fällt Abschalten schwer. Das Gedankenkarussel lässt sich nicht stoppen. Bei Kindern ist es noch extremer. Viele neue Eindrücke müssen täglich verarbeitet werden.

Schlafendes Kind

Geschafft! Endlich ist Superman eingeschlafen.

Bild: I.Friedrich/pixelio.de

Was kann man tun, um Kindern beim Einschlafen zu helfen?

1. Eine gute Schlafumgebung schaffen. Dazu gehört:

– Eine angenehme Temperatur im Kinderzimmer. Den Raum nicht überheizen.
– Ein Nachtlicht anschaffen. Im Handel gibt es wunderschöne Lampen, die den Raum sanft beleuchten.
– Tür einen Spalt offen lassen. Das gibt Kindern Sicherheit. Mama und Papa sind in der Nähe.

2. Rituale einbauen. Kinder brauchen feste Abläufe.

– Auch wenn es etwas aus der Mode gekommen ist: Eine feste Zubettgehzeit wirkt Wunder. Kinder gewöhnen sich schnell daran und werden mit der Zeit automatisch müde. Dabei sollte das Alter der Kinder (und ein evtl. Mittagsschlaf) berücksichtigt werden.
– Nicht hetzen. Unruhe ist der Tod für ein entspanntes Einschlafen.
– Zeit für die Zahnpflege nehmen. Wenn diese von Anfang an spielerisch durchgeführt wird, erspart man den Kleinen später schmerzhafte Zahnarztbesuche.
– Kuscheln und Vorlesen. Kinder lieben Bücher. Und sie mögen Wiederholungen. Manche der lieben Kleinen können im Laufe der Zeit ganze Bilderbücher auswendig. Wenn Eltern Benjamin Blümchen oder Bibi Blocksberg schon entnervt verbannen wollen, kann der Nachwuchs davon nicht genug bekommen. Übrigens soll es schon vorgekommen sein, dass Mama oder Papa beim gemütlichen Kuscheln im warmen Bett selbst eingeschlafen sind. 😉
Sparsam sein mit Getränken. Den letzten Schluck vor dem Schlafen bewusst ankündigen. Auf keinen Fall bitte Kindern eine Flasche oder ähnliches mit ans oder ins Bett geben.

Trotz aller Rituale versuchen viele Kinder gerade zu Beginn, die Geduld ihrer Eltern auf die Probe zu stellen. Immer und immer wieder stehen sie auf und wollen beschäftigt werden. Da hilft nur: Ruhe bewahren und konsequent immer wieder zurück ins Kinderzimmer bringen. Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Sind die ersten Tage oder Wochen oft auch stressig – irgendwann wirken die Rituale und dann steht dem Einschlafen nichts mehr im Wege. Viel Erfolg!

GASTBEITRAG USCHI

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