Spaß am Strand: So gelingt die perfekte Sandburg

By | 11. 08. 2013

Sommerzeit ist Sandzeit. Ob im eigenen Sandkasten, auf dem Spielplatz oder am Meer – für Kinder (und manchen Erwachsenen) ist das Buddeln im Sand die schönste Beschäftigung der Welt.

Kinder sind in puncto Sand herrlich anspruchslos (zumindest in jungen Jahren). Gebuddelt wird am Strand von Mallorca oder am heimischen Baggersee – Sand ist Sand und der Spaß überall gleich. Mit geradezu stoischer Gelassenheit wird ein Förmchen nach dem anderen gefüllt und umgedreht. Mama und Papa sollen die Werke dann „probieren“ und sind natürlich entzückt von den „Backkünsten“ der lieben Kleinen.

Die ruppigere Nachwuchs-Variante schnappt sich die Schüppe und spielt den Terminator. Mit einem tückischen Funkeln in den Augen haut Kevin alles platt, was von Simon-André liebevoll aufgehäuft wurde. Schalten sich dann die Eltern ein, entbrennt nicht selten ein unschönes Streitgespräch.

Viel klüger ist es doch, die Energie in den Bau einer opulenten Sandburg zu stecken. Da sind nicht nur die Kinder beschäftigt, auch die Erwachsenen dürfen sich als Baumeister betätigen (wie man an manchen Stränden von Nord- und Ostsee derzeit bewundern kann). Zwar nicht mehr so häufig wie früher, aber immer noch zu finden, sind geradezu gigantische Wallanlagen um die Strandkörbe. „My home is my castle“ – das möchte mancher Vater auch im Urlaub zeigen.

Sandburg

Der Bau einer Sandburg gehört
zu einem Tag am Strand einfach dazu
und bringt Spaß für Eltern und Kinder.

Bild: Lars Paege/pixelio.de

Wie gelingt die perfekte Sandburg?

Bevor man im Urlaub am Strand mit dem Bau einer Sandburg beginnt, sollte man sich erst einmal erkundigen, ob der Bau überhaupt erlaubt ist. Manche Gemeinden verbieten nämlich den Bau in ihren Strandverordnungen. Derartige Verbote resultieren häufig aus Unglücksfällen, bei denen Urlauber (meist Kinder) durch einstürzende Sandbauten zu Tode gekommen sind.

Für den Bau einer Sandburg ist das richtige Gemisch aus Sand und Wasser wichtig. Als Faustformel nimmt man 8 Teile Sand und 1 Teil Wasser. Dann kleben die Sandkörner richtig zusammen und bekommen einen festen Halt. Der britische Professor Matthew Bennett von der Bournemouth Universität in England hat es ganz genau berechnet: WM = 0,125 x SM, wobei WM für die benötigte Wassermenge steht und SM für die ideale Sandmenge. „Nur in dieser speziellen Zusammensetzung von einem Teil Wasser und acht Teilen Sand können sich Bennett zufolge die so genannten Kapillarbrücken in idealer Weise bilden, die die einzelnen Sandkörner verbinden und somit die gesamte Burg zusammenhalten. Gewisse Abweichungen sind allerdings durchaus möglich, ohne das die Burg gleich komplett zusammenfällt. Es hat sich in zahlreichen Versuchen der Wissenschaftler gezeigt, dass bei weniger als zwei Prozent Wasseranteil keine ausreichende Anzahl dieser Brücken entsteht und der Sand somit nicht zum Bauen geeignet ist“, berichtet die Rhein-Neckar-Zeitung.

Je schmutziger das Wasser, desto haltbarer ist die Sandburg. Dreck ist hier also erwünscht. Meerwasser lässt beim Trocknen Algen und Salz zurück und dieses Gemisch dient als natürlicher Kleber für die Sandkörner.

Wird am Strand gebaut, müssen Ebbe und Flut beachtet werden. Es wäre ja zu schade, wenn die nächste große Welle die mühsame Arbeit vernichtet. Für ein gutes Fundament sorgt eine Befeuchtung der Grundfläche. Anschließend den nassen Sand mit den Füßen feststampfen. Nun kann der eigentliche Bau beginnen. Eimer für Eimer gefüllt mit dem Sand-Wasser-Gemisch müssen herangeschleppt werden. Immer alles gut festklopfen! Wenn der feuchte Sand während der Bauphase in der heißen Sonne zu trocknen droht, hilft eine Gießkanne oder Sprühflasche mit Wasser. Details wie Fenster oder Türen können mit einer kleinen Schaufel oder einem Spachtel geformt werden.

Feingeister mit Liebe zum Detail verzieren ihre Sandburg nach Fertigstellung mit Muscheln oder einer Flagge. Schnell noch ein Foto für Facebook – dann kann der Bauherr sich entspannen und hoffen, dass ihm niemand sein Meisterwerk zerstört.

In diesem Sinne: Frohes Schaffen! Und bitte nicht zu verbissen an die Sache herangehen, denn der Bau einer Sandburg soll ja schließlich Spaß machen.

Geschrieben von Uschi

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