A40 Sperrung = Droht Essen der Kollaps?

By | 09. 07. 2012

Wenn die größte örtliche Tageszeitung am Sperrungstag einen Live-Ticker schaltet und zusätzlich sogar ein „Sorgentelefon“ einrichtet, sollte man meinen, es wird ernst. Die Autobahn A40 (auch Ruhrschnellweg oder bei den Einheimischen Ruhrschleichweg genannt) ist die Hauptverkehrsader des Ruhrgebiets. Ob Pendler oder Reisende auf dem Weg in den Urlaub – alle müssen hier durch. Seit Tagen ist die Stadt Essen nun in der Presse und im Fernsehen. Nicht, dass Essen es nicht verdient hätte, aber der Anlass ist für die Einheimischen ärgerlich und belastend.

Gefühlt habe ich schon Jahre meines Lebens auf diesem Stück Asphalt zugebracht. Das sie jetzt quasi als Erprobungsobjekt für kommende Verkehrsprojekte dient, hätte ich nicht haben müssen.

Die Sperrung der A40 hat am 7. Juli begonnen und dauert drei Monate. Wobei es schon „Warnungen“ gab, dass es länger dauern könnte. Irgendwie muss ich jetzt gerade an das Berliner Flughafenprojekt denken …

Wie sich heute (09.07.12) gezeigt hat, ist das ganz große Chaos am ersten Bewährungstag im Berufsverkehr ausgeblieben. Allerdings haben wir Ferien. Erst danach wird sich zeigen, ob die Planer gut gearbeitet haben.

Trotzdem: Falls jemand auf dem Weg zum Urlaubsort durch’s Ruhrgebiet muss, sollte er Essen großzügig umfahren und die A52 oder A3 nutzen.

Gute Fahrt!

One thought on “A40 Sperrung = Droht Essen der Kollaps?

  1. Hildegard

    Ich wohne in unmittelbarer Nähe des gesperrten A 40 Abschnitts. Mir hat vor der Sperrung gegraut, weil ich mir schlimme Staus in dem Bereich Kurfürsten/Steeler Str. ausgemalt hatte. Die sind nun erst einmal ausgeblieben, doch habe ich gestern während des Berufsverkehrs an der Kreuzung Kurfürsten-Dammanstr. (keine Ampel und für einige Straßen einzige Zufahrt zur Kurfürstenstr.) auch einige kritische Szenen beobachtet.
    Da muss man schon höllisch aufpassen.
    Warten wir mal das Ende der Ferien ab. Am Kurfürstenplatz liegt das Viktoria-Gymnasium, und in der Belfortstr. gibt es eine Kita, wo morgens und nachmittags reger Betrieb herrscht.
    Während der letzten Tage haben immer wieder Zuschauer den Abbruch der Stadtwaldbrücke verfolgt und fotografiert. Gestern habe ich auch eine Reihe Fotos gemacht. Es ist schon eindrucksvoll, dieses Spektakel zu beobachten. Ich fühlte mich an die Zeit Ende der 60er/Anfang70er Jahre erinnert, als in Essen der Bau der U Bahn und des Ruhrschnellweg (A 40) Tunnels begann, und ständig Scharen von Zuschauern, die in die Abgründe blickten, zu sehen waren.

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