Hamburg mal anders: Besuch auf dem Friedhof

By | 18. 01. 2013

Ich gebe zu, dieser Tipp ist vielleicht etwas ungewöhnlich, aber Hamburg hat mehr zu bieten als nur Hafen und Reeperbahn. Der Friedhof Ohlsdorf (bis 1991 Hauptfriedhof Ohlsdorf) im Stadtteil Hamburg Ohlsdorf wurde am 1. Juli 1877 eingeweiht und ist mit 391 Hektar der größte Parkfriedhof der Welt.

Zitat Wikipedia: „Durch den nahe gelegenen Bahnhof Hamburg-Ohlsdorf der S 1 und U 1, die nördlicher gelegenen S-Bahn-Stationen Kornweg und Hoheneichen der S 1 sowie die U-Bahn-Station Klein Borstel der U 1 ist der Friedhof an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Zudem verkehren die Buslinien 170 und 270 des Hamburger Verkehrsverbundes innerhalb des Friedhofs und haben zusammen mehr als 20 Haltestellen. Die Buslinie 270 führt vom Haupteingang zum Eingang Seehof. Die Buslinie 170 vom Haupteingang zum Eingang Bramfeld.“

Buslinien auf einem Friedhof – daran kann man erkennen, wie riesig das Gelände ist. Wir wussten diesen „Service“ bei unserem Besuch sehr zu schätzen. Man sollte Zeit mitbringen, denn neben den Gräbern gibt es zahlreiche Kapellen und Mausoleen zu bewundern.

Er ist nicht nur eine grüne Idylle (besonders schön ist er zur Rhododendrenblüte Ende April bis Mitte Mai), sondern auch letzte Ruhestätte für viele Prominente. Auf dem Ohlsdorfer Friedhof sind eine Vielzahl internationaler, nationaler und Hamburger Persönlichkeiten bestattet. Hier ein kleiner Auszug:

Heinz Erhardt, Inge Meysel, Henry Vahl,
Gustaf Gründgens, Carl Hagenbeck

Wir sind hauptsächlich wegen Hans Albers und Wolfgang Borchert gekommen. Und wegen der schönen Parkanlage natürlich.

Straßenschild Hans Albers

Grabstätte Hans Albers

Hans Philipp August Albers (geboren am 22. September 1891 in Hamburg; gestorben am 24. Juli 1960 in Kempfenhausen, Berg, Bayern) war ein deutscher Schauspieler und Sänger. Als „der blonde Hans“ ist er in die deutsche Film- und Musikgeschichte eingegangen.

Grabstätte Wolfgang Borchert

Wolfgang Borchert (geboren am 20. Mai 1921 in Hamburg; gestorben am 20. November 1947 in Basel) war ein deutscher Schriftsteller. Wie kaum ein anderer Nachkriegsschriftsteller hat er auf eindrückliche Weise den Irrsinn des Krieges angeprangert. Er gilt auch heute noch als Pflichtlektüre für viele Schüler. Sein bekanntestes Werk ist wohl „Draußen vor der Tür“. Mein Favorit ist allerdings „Die Hundeblume“.

Beide Gräber sind sehr gepflegt und werden ständig von Fans mit Blumen bestückt. Es ist schön zu sehen, dass sie nicht vergessen sind.

Der Friedhof Hamburg-Ohlsdorf ist einen Besuch wert. Fernab vom Trubel der Großstadt strahlt er eine ungeheure Ruhe und Erhabenheit aus. Manche Grabstätten erinnern an Pyramiden im alten Ägypten. Wenn die Zeit es zulässt, solltet Ihr ihn Euch einmal ansehen.

Geschrieben von Uschi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.