Ich liebe Borkum (Teil 4): Der Strand und die Promenade

By | 15. 05. 2013

Der Strand auf der Insel Borkum kann mit jedem Südseestrand mithalten. Diese Aussage ist zugegeben leicht übertrieben, aber wer einmal am Oststrand war, weiß wovon ich spreche. Leichte Brandung, feinster Sand und weit und breit keine Menschenseele – wenn dann noch die Sonne vom Himmel lacht, lassen die Fidschi-Inseln grüßen. Ans östliche Ende der Insel zieht es Urlauber, die die Einsamkeit lieben und die wenig Wert auf sanitäre Einrichtungen, Cafés und Kurbetrieb legen. Am besten erreicht man den Oststrand durch einen seeehr langen Spaziergang vom Nordstrand aus. Oder man fährt mit dem Fahrrad am Flughafen vorbei in Richtung Café Ostland. Aber wie geschrieben: dort findet man „nur“ die reine Natur.

Oststrand Borkum

Strand so weit das Auge reicht –
wer will da schon in die Südsee. 😉

Weitaus mehr Leben ist am Nordstrand. Dort gibt es alles, was das Urlauberherz begehrt. Wie die Borkumer das machen, weiß ich nicht, aber selbst in den Hauptreisemonaten Juli und August wirkt er nie überfüllt. Jeder kann auch hier ein einsames Plätzchen finden. Folgt man vom Bahnhof aus der Bismarckstraße, erblickt man in wenigen Minuten das Meer und die wunderschöne (neu gestaltete) Promenade samt Musikpavillon. Die Nordsee kann in den Wintermonaten ganz schön rau werden und so mussten auch auf Borkum Maßnahmen getroffen werden, um dem Wasser zu trotzen. Mittlerweile sind die Bauarbeiten fast abgeschlossen, sodass die Borkumer Wandelbahn wieder in ihrer ganzen Schönheit strahlt.

Am Nordstrand kann man Strandkörbe und Strandzelte mieten, es gibt Milchbuden, einen Hundestrand, einen Kinderspielplatz und eine Surfschule. Durch die vorgelagerte Sandbank (auf der sich die Seehunde in der Sonne aalen), findet man hier familienfreundliche Bademöglichkeiten und ein optimales Wassersportrevier. Es gibt reichlich Platz, um Drachen steigen zu lassen oder Sandburgen zu bauen. Die obligatorischen riesigen, muschelverzierten „Befestigungswälle“, die vor Jahrzehnten groß in Mode waren, findet man heute kaum noch. Die Deutschen stecken ja gerne mal ihre Territorien ab, egal ob mit einem Handtuch auf einem Liegestuhl oder mit einem Sandwall um den Strandkorb. Bei manchen Bauten hat da früher nur die Zugbrücke gefehlt. 😉

Der Strand ist überall sehr sauber. Bei all unseren Urlauben hatten wir nie einen Anlass, uns über die Sauberkeit zu beklagen. Wahrscheinlich kommen da nachts immer die berühmten „Heinzelmännchen“ und machen alles wieder schön. Wie es sich für echte Heinzelmännchen gehört, sind sie unsichtbar.

Am Südstrand geht es etwas ruhiger zu. Auch hier kann man Strandkörbe und -zelte mieten, sich ein leckeres Matjesbrötchen an den Milchbuden holen und die Schiffe beobachten, die von der Emsmündung aus in See stechen. Auch Waldi darf mit, denn es gibt einen ausgewiesenen Hundestrand.

Last but not least gibt es auch noch einen FKK-Strand, zu dem ich aber leider gar nichts sagen kann. „Nackigmachen am Strand“ ist nicht so unser Ding. 😉

Südstrand und Leuchtturm Borkum

Blick vom Südstrand Borkum
auf den elektrischen Leuchtturm.

Was fehlt noch? Ach ja, die Promenade. Hier kann man wunderbar flanieren, von Bänken oder Cafés aus das Meer (und die Leute) beobachten und abends den schönsten Sonnenuntergang der Welt miterleben. Keine Bebauung ist im Weg, kein Mast, der den Blick stört – es gibt nur das Meer und die Sonne, die langsam darin versinkt. Gefühlt habe ich diesen Sonnenuntergang jetzt schon mindestens 1.000.000 mal gesehen, aber ich bin immer auf’s Neue fasziniert. Bei schönem Wetter liegt abends so eine beschwingte Stimmung über der Promenade. Man muss es selbst erlebt haben, um zu wissen, wovon ich rede. Es ist einfach nur schön.

Borkum Nordstrand

Blick vom Strand auf die Promenade
und die „Skyline“ von Borkum.

Beate

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Teil 1: http://blog.hiogi.de/reise/ich-liebe-borkum-teil-1-die-anreise/
Teil 2: http://blog.hiogi.de/reise/ich-liebe-borkum-teil-2-der-bahnhof/
Teil 3: http://blog.hiogi.de/reise/ich-liebe-borkum-teil-3-der-neue-leuchtturm/
Teil 5: http://blog.hiogi.de/reise/ich-liebe-borkum-teil-5-einkaufsmoeglichkeiten/
Teil 6: http://blog.hiogi.de/reise/ich-liebe-borkum-teil-6-essen-und-trinken/
Teil 7: http://blog.hiogi.de/reise/ich-liebe-borkum-teil-7-stadtrundgang-zur-geisterstunde/
Teil 8: http://blog.hiogi.de/reise/ich-liebe-borkum-teil-8-rias-beach/
Teil 9: http://blog.hiogi.de/reise/ich-liebe-borkum-teil-9-die-milchbuden/
Teil 10: http://blog.hiogi.de/reise/ich-liebe-borkum-teil-10-spiel-sport-und-spass/

One thought on “Ich liebe Borkum (Teil 4): Der Strand und die Promenade

  1. Jörg Clemens

    Hallo,

    wir, eine 6-köpfige patchworkfamilie sind diesen August das erste mal auf borkum?
    allerdings können wir uns nicht für einen strandabschnitt entscheiden.
    nehmen wir den nähergelegenen südstrand(ist für uns evt zu ruhig) oder den weitergelegenen nordstrand.
    wir wohnen auf der deichstrasse(ferienhaus zum hanseaten).
    wie weit hätten wir es dann tatsächlich zum nord bzw südstrand???
    kann man zu fuss am meer von einem zum anderen strand gehen?

    alles sehr schwierig, wir möchten schliesslich das Beste aus unserem urlaub rausholen

    Reply

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