Mein Fehmarn – Teil 5: Freizeitgestaltung (2)

By | 10. 06. 2013

So, weiter geht’s. Nachdem ich beim letzten Mal schon über Freizeitgestaltung bei schlechtem Wetter (das auf Fehmarn zwar selten vorkommt, aber manchmal eben doch) berichtet habe, folgt hier nun der zweite Teil.

Was kann man auf Fehmarn sonst noch so machen?

Das FehMare am Südstrand ist eine tolle Attraktion bei Regen. Das ist ein tolles Erlebnisbad, wo fast keine Wünsche offen bleiben. Meerwasser-Wellenbad, Whirlpools (innen und außen), Erlebnisbecken mit Wasserrutsche, Wasserfall, Massagedüsen usw., Planschbecken für die Kleinen, aber auch „richtige“ Schwimmbecken, wo man Bahnen schwimmen kann, sind hier vorhanden. Dazu ein großer Sauna- und Wellnessbereich (Saunarium, Panorama- oder Außensauna, dazu ein Dampfbad) mit großzügigem Ruhebereich. Diverse Massagen oder Badezeremonien (z. B. „Kleopatra-Milchbad“) sowie kosmetische Behandlungen runden das Ganze ab. Dazu eine schöne Gastronomie, damit das leibliche Wohl nicht leidet.

Geöffnet hat das FehMare von Montag bis Samstag zwischen 10:00 Uhr und 19:00 Uhr (Badebereich) bzw. zwischen 10:00 Uhr und 22:00 Uhr (Saunabereich), sonntags von 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr (Sauna- und Badebereich). Mittwochs ab 18:00 Uhr ist der Saunabereich dem weiblichen Geschlecht vorbehalten. Die Eintrittspreise für 3 Stunden liegen bei 12,00 Euro (entweder Baden oder Sauna) bzw. 15,00 Euro (Baden und Sauna). Kinder zahlen 6,00 Euro für die Badewelt, 8,00 Euro für die Sauna bzw. 10 Euro für beides zusammen. Jede weitere angefangene Stunde kostet 1,00 Euro pro Person.

Im Südwesten der Insel, in Lemkenhafen, ist das Mühlenmuseum beheimatet. Es handelt sich um eine voll erhaltene Segeltuchwindmühle, wo noch bis 1953 fehmarn’sches Getreide (Gerste und Weizen) zu Grütze und Graupen verarbeitet wurde. Die Fehmaraner nennen die Mühle liebevoll „Jachen Flünk“, was so viel wie „eilender Flügel“ bedeutet. Die Mühle wurde im Jahr 1787 von dem Kornhändler und Reeder Joachim Rahlff gebaut. Es handelt sich um die einzige noch erhaltene Segeltuchwindmühle in ganz Europa! Heute steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

Mühlenmuseum Fehmarn

Freizeitgestaltung ist auf Fehmarn ganz einfach.
Wie wäre es mit einem Besuch im Mühlenmuseum?

Heute ist die Mühle im Besitz des „Vereins zur Sammlung Fehmarnscher Altertümer“ und seit 1962 beherbergt sie das Mühlen- und Landwirtschaftsmuseum, wurde 1986 von einem Sturm fast völlig zerstört und wieder aufgebaut.

Im Inneren des Mühlenmuseums ist nicht nur die komplette Mühle samt Mahlwerk zu sehen (noch voll funktionsfähig), sondern auch landwirtschaftliche Geräte und Modelle früherer Bauernhöfe auf Fehmarn.

Im oberen Teil der Mühle kann man durch kleine Luken außerdem einen schönen Rundumblick über fast die ganze Insel erhaschen.

 Blick auf die Fehmarnsundbrücke

Blick aus der Mühle auf die Fehmarnsundbrücke

Erwachsene zahlen 3,00 Euro Eintritt, Kinder bis 14 Jahre 1,00 Euro, Schüler und Studenten 2,00 Euro. Geöffnet ist das Mühlenmuseum in Lemkenhafen von Juni bis Oktober.

Eine ganz besondere Attraktion ist das U-Boot-Museum im Hafen von Burgstaaken. Hier liegt ein echtes U-Boot zur Besichtigung auf dem Trockenen. Das heißt man kann es betreten und von innen besichtigen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: für Menschen mit Platzangst ist das nichts. Alle anderen können aber das U-Boot bis ins Detail erkunden, inkl. Probeliegen in einer der engen Mannschaftskojen oder einem Blick durch das Periskop oder in eines der Torpedorohre.

 U-Boot

Solch ein imposantes U-Boot sieht man auch nicht alle Tage.

Bei dem ausgestellten U-Boot handelt es sich um die U-11, ein deutsches Boot der U-Boot-Klasse 205 der Bundeswehr. Es hatte die NATO-Kennung S 190. Die U-11 wurde im Jahr 1968 in Dienst gestellt, hat insgesamt 177.898 Seemeilen zurückgelegt, davon 15.530 getaucht. Seit seiner Außerdienststellung im Jahr 2003 ist das U-Boot auf Fehmarn zu finden.

Im benachbarten Museumstrakt können allerlei Dokumente, Uniformen und sonstige Informationen zur U-11 im Speziellen sowie zu U-Booten im Allgemeinen besichtigt werden.

 U-Boot von oben U-Boot von oben

 „U-Boot von oben“ 

In der Hauptsaison (April bis Oktober) und in den Weihnachtsferien ist das U-Boot-Museum täglich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet. In der Nebensaison (Februar und März) täglich von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr und von November bis Februar nur am Wochenende.

Erwachsene zahlen 6,00 Euro Eintritt, Kinder zwischen 4 und 14 Jahren 4,00 Euro, Schüler und Studenten 5,00 Euro.

Das waren die „Indoor-Tipps“ für Fehmarn. Was man bei schönem Wetter alles unternehmen kann, erfahrt ihr beim nächsten Mal.

Geschrieben von Otto

Teil 1: http://blog.hiogi.de/reise/mein-fehmarn-teil-1-ueber-die-fehmarnsundbruecke/
Teil 2: http://blog.hiogi.de/reise/mein-fehmarn-teil-2-leuchttuerme-auf-fehmarn/
Teil 3: http://blog.hiogi.de/reise/mein-fehmarn-teil-3-der-faehrhafen-von-puttgarden/
Teil 4: http://blog.hiogi.de/reise/mein-fehmarn-teil-4-freizeitgestaltung-1/

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