Der „alte Mann“ und die Tour

By | 13. 07. 2012

Hallo, ich bin’s nochmal – ich hatte ja versprochen, in Sachen Doping und Rémy di Gregorio weitere Infos zu vermelden. Momentan ist der Stand so, dass bei dem Profi der Cofidis-Mannschaft Präparate für Glukose-Spritzen gefunden wurden, die ohne ein medizinisches Gutachten eigentlich verboten sind. Außerdem soll er sich wohl mit Ozon behandelt haben lassen, ob und inwiefern damit Doping bewiesen ist, bleibt noch unbeantwortet. „Ich habe niemals gedopt. Allen, die mich unterstützen, kann ich nur sagen, dass ich noch immer in den Spiegel schauen kann“ wehrt sich di Gregorio. Ende offen …

Aber nun zu Erfreulicherem, die Überschrift betreffend. Ein wahres sportliches Phänomen hat auf der 10. Etappe der Tour de France einmal mehr von sich reden gemacht! Jens Voigt aus Dassow in Mecklenburg/Vorpommern, mit 40 (!) Jahren der älteste Teilnehmer der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt, hat nach langer Flucht mit einer Spitzengruppe einen Etappensieg nur denkbar knapp verpasst, als Etappendritter aber die Herzen aller Radsportfans einmal mehr erobert! Zwischenzeitlich beim Anstieg bereits abgehängt und mit mehr als einer Minute Rückstand auf die Spitzenreiter fightete er sich wieder heran, im Zielspurt verließen in dann aber die Kräfte und Thomas Voeckler sowie Michele Scarponi zogen noch an ihm vorbei. Dennoch gebührt dem Deutschen höchster Respekt, denn auch während seiner 15. (!!) Teilnahme an der Tour de France ließ und lässt er nichts unversucht, sich bzw. seine Mannschaft ins rechte Licht zu rücken. Und wer Voigt „schlacks-kaputt“ aber glücklich beim Interview nach der Zieldurchfahrt sah, der kann vielleicht nachempfinden, warum „der Typ“ sich das immer noch antut … 😉 Und das alles ohne Doping, da bin ich persönlich mir bei dem sechsfachen (!) Familienvater absolut sicher.

Wünschen wir ihm für den Fortgang der Tour ‚Hals- und Beinbruch‘ – und vielleicht klappt’s ja doch noch mit einem Etappensieg …!?

 

Quelle:

www.sport1.de/de/radsport/artikel_585375.html

 

 

 

GASTBEITRAG DIRK

3 thoughts on “Der „alte Mann“ und die Tour

  1. StanleyKubrick

    “Ich habe niemals gedopt. Allen, die mich unterstützen, kann ich nur sagen, dass ich noch immer in den Spiegel schauen kann” – Ich glaube, ich habe gerade ein Déjà-vu…

    Jens Voigt ist übrigens für mich auch der einzige Fahrer, bei dem ich jederzeit davon überzeugt war, dass er nicht dopt.

    Reply
  2. Dirk

    Das wars dann wohl mit der vagen Hoffnung, dass es dieses JAhr bei der Tour doch mal ohne Skandale abgeht. Jetzt hat es mit Frank Schleck auch noch einen richtig ‚Prominenten‘ erwischt, wie die ARD-Sportschau berichtet …

    Frank Schleck positiv getestet
    Der Luxemburger Radprofi Frank Schleck vom Team RadioShack-Nissan, Zweiter der Frankreich-Rundfahrt von 2011 und ältere Bruder von Vorjahressieger Andy Schleck, wurde während der 99. Auflage der Großen Schleife positiv auf eine verbotene Substanz getestet.

    Wie der Rad-Weltverband UCI am Dienstagabend (17.07.12) mitteilte, wies eine Urinprobe des Luxemburgers vom 14. Juli das Diurretikum Xipamid auf. Diuretika haben keine direkte leistungssteigernde Wirkung, werden aber im Radsport häufig dazu verwendet, Dopingmittel zu verschleiern. „Diuretika werden dazu benutzt, andere Präparate aus dem Körper zu spülen“, erklärte Helge Riepenhof, Teamarzt bei Tony Martins Team Omega Pharma-Quick Step.

    Mehr hier im Link: http://www.sportschau.de/tourdefrance/schleckdoping100.html

    Reply
  3. Pingback: Lance Armstrong: Doping-Betrüger ertrinkt in Selbstmitleid | hiogi Blog

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.