Lance Armstrong: Doping-Betrüger ertrinkt in Selbstmitleid

By | 21. 01. 2013

Das war sie nun also, die groß angekündigte – und natürlich bestens vermarktete – „Beichte des reuigen Sünders“ Lance Armstrong. Und jetzt? Sind wir wirklich schlauer als zuvor? Hat er nicht eigentlich „nur was vom Pferd“ erzählt? Und gegreint über die „böse Welt da draußen“, die ihn faktisch „mit der Todesstrafe“ belegen will? Ihn, den „Radsport-Star“, der nur das gemacht hat, was alle anderen auch praktizierten, zum alleinigen Doping-Betrüger machen? Undenkbar!

Radfahrer und Tabletten und Geld = Doping

„Nahrungsergänzung“ der Betrüger im Radsport.

Bild: Hans-Peter Reichartz/pixelio.de

Ich jedenfalls bin einfach nur sauer, stinksauer! Er hat mich persönlich betrogen, deutlicher gesagt: beschissen! Und natürlich nicht nur mich, sondern viele Millionen Radsportfans und Sportenthusiasten, die oft viel Zeit, Geld und vor allem Herzblut einbrachten, um den Fahrern möglichst nahe zu sein. Manche sind tausende Kilometer durch Frankreich, Spanien oder Italien getourt und haben die Rennfahrer besonders in den Bergen angefeuert. Und oft genug bewundernd den Kopf geschüttelt, wenn die Spitzenreiter die Berge hinaufflogen! Und einer (fast) immer vorneweg: Lance Armstrong, der Radsport-Held! Aber Pustekuchen: nix Held, sondern schnöder Betrüger! Vollgepumpt war er – mit EPO, Eigenblut, Kortison und Wachstumshormonen!

Bei allen sieben Tour-de-France-Siegen zwischen 1999 und 2005 hätte er an unerlaubten Mitteln alles eingeworfen, was ihm zwischen die Finger kam! Und meinte dazu süffisant: „Das war für uns wie Reifen aufpumpen, Flaschen auffüllen und so …“ Auch einige seiner Mannschaftskameraden hat er zum Doping animiert, wie diese es jedenfalls teilweise in Interviews bestätigen. Knallhart ebenso seine Reaktionen auf frühere Dopingvorwürfe, da wurden gern schon einmal Journalisten oder ehemalige Mitarbeiter – wie Ex-Physiotherapeutin Emma O`Reilly – mit Klagen überzogen und nebenbei gesellschaftlich oder finanziell ruiniert!

Karikatur Doping im Radsport

„Er muss doch noch schneller können!?“

Bild: Stefan Bayer/pixelio.de

Jetzt heuchelt er die große Reue – einfach nur ekelhaft! Wie er sich in Gefühlsduselei erging, Tränchen unterdrücken inklusive – ich hätte ko…. können! Dass Armstrong das alles für sein persönliches Waterloo hält und dabei auch seinen Millionen hinterhertrauert, das sollte niemanden wirklich beschäftigen. Denn auch, wenn ihm saftige Rückzahlungsforderungen von ca. 75 Mio. Dollar ins Haus stehen: Das ist gerade die Hälfte seines geschätzten Vermögens. Besser: Seines Judaslohns!

Dass der Radsport immer wieder mit Doping zu kämpfen hat, darüber berichteten wir bereits. Die ‚Lex Armstrong‘ aber bringt ihn an den Rand des endgültigen Ruins!

GASTBEITRAG DIRK

One thought on “Lance Armstrong: Doping-Betrüger ertrinkt in Selbstmitleid

  1. Dirk

    Und noch einer, der sich „plötzlich“ offenbart!
    http://www.sueddeutsche.de/sport/deutscher-radprofi-grischa-niermann-gesteht-epo-doping-1.1585006

    Das ist für mich wirklich eine riesige Enttäuschung, Niermann hätte ich anders eingeschätzt …
    Kann man im Radsport denn gar Keinem mehr glauben …???

    Reply

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