Wandern – gesunder Sport mit Suchtfaktor

By | 26. 04. 2013

«Wikipedia» schreibt als Definition zum Thema Wandern „Wandern ist Gehen in der Landschaft. Dabei handelt es sich um eine Freizeitaktivität mit unterschiedlich starker körperlicher Anforderung, die sowohl das mentale wie physische Wohlbefinden fördert.“ Wandern macht also schlau und gesund. Ob das auch diejenigen wissen, die bei der Erwähnung von Wandern als Hobby die Nase rümpfen? Wahrscheinlich nicht, denn ebenso wie man auch 2013 noch hartnäckig Vorurteile zu Jugendherbergen, dem Ruhrgebiet oder den Deutschen allgemein findet, wird Wandern weniger dem Sport als einem langweiligen und spießigen Herumgelaufe in der Landschaft zugeordnet.

Wandern ist alles andere als langweilig oder spießig. Wandern schult den Blick für die Schönheiten unserer Natur, ist gut für das Herz-Kreislaufsystem und trainiert die Muskeln. Welche Muskeln das sind, spürt man spätestens nach der ersten langen Wandertour. Wer bislang nur mal eben eine kleine Runde im Park gemacht hat, wird schnell merken, dass Wandern nicht zu unterschätzen ist. Selten sind die Wege nur ebenerdig; es geht „über Stock und Stein“.

Brücke über einen Bach

Wandern – gesunder Sport mit Suchtfaktor.
Und an solche schönen Orte kommt man auch.

Wandern hat viele Facetten. Da gibt es Bergwandern, Nordic Walking, Trekking, Barfußwandern, Wandern ohne Gepäck, Nacktwandern, spirituelles Wandern oder Geocaching, eine moderne Form der Schnitzeljagd. Alle Wanderformen haben eines gemeinsam – es ist kein Sport für Leute mit Angst vor Regen, Wind oder frischer Luft. Der Suchtfaktor ist enorm. Auf einer Wanderung gibt es viel zu entdecken. Pflanzen, Tiere, Landschaften – dieser Sport schult die Sinne.

Hier die ultimativen Wander-Tipps:

1. Für die ersten kurzen Wanderungen ist keine große Ausrüstung notwendig. Feste Schuhe sind allerdings Pflicht. Später sollten es dann aber richtige Wanderschuhe sein. Bitte keine Billigware kaufen. Falsches Schuhwerk fördert die Blasenbildung und erhöht die Verletzungsgefahr. Gerade im bergigen Gelände kann man schnell umknicken. Deshalb sind knöchelhohe Wanderschuhe die beste Wahl. Sie sollten im Geschäft auf Herz und Nieren geprüft werden. Wichtig: Wanderschuhe müssen eingelaufen werden. Bitte also am besten „im Alltag“ einlaufen.

Die Kleidung sollte atmungsaktiv und der jeweiligen Witterung angepasst sein. In einem Rucksack findet nicht nur Proviant und Wasser, sondern auch ein Regencape Platz. Wichtig ist ein UV-Schutz. Die Sonne kann auf langen Wegen über offenes Land ziemlich unerbittlich sein.

2. Auch Wandern will gelernt sein. Viele überschätzen ihre Fähigkeiten, planen direkt die 20-km-Strecke und bleiben dann auf der solchen. Gerade nach langer „Sport-Abstinenz“ sind die Muskeln eingerostet. Beginnt mit kurzen Touren und steigert Euch dann langsam. Im Laufe der Zeit darf es dann gerne auch bergiger werden.

3. Eine gute Vorbereitung ist wichtig. Wanderkarten aus Papier oder digital sind zwingend notwendig. Dank moderner Smartphones und diverser Apps gehört Verirren der Vergangenheit an. Man hat jederzeit einen Überblick über die gelaufenen Kilometer und kann die Route am heimischen PC vor- oder nachbereiten. Technik und Natur passt nämlich wunderbar zusammen. Wenn einem der Name der Pflanze unterwegs partout nicht einfallen will, hilft hiogi.

Im Web gibt es viele gute Wanderseiten. „Wanderbares Deutschland“ ist eine davon. Man glaubt gar nicht, welche tollen Wanderwege es in unserem Land so alles gibt. Aber auch daheim in der eigenen Umgebung lässt sich meist wunderbar wandern. Werft einfach einmal einen Blick auf die Webseite der eigenen Stadt.

4. Schützt die Natur! Nehmt das, was Ihr mitbringt, auch wieder mit. Es gibt nichts Schlimmeres wie Müll im Wald. Beachtet Verbotsschilder. Auch Tiere haben eine Intimsphäre. Und haltet die Augen offen. Ein Wald im Frühling ist „Photosynthese live„. Es gibt viel junges Grün – alles sprießt und blüht. Kennt Ihr noch das Springkraut aus Eurer Jugend? Ab Juni erobert die Pflanze mit dem tollen Schleudermechanismus unsere Wälder. Vor allem Kinder haben Spaß daran, etwas „nachzuhelfen“.

Falls man bei diesem Artikel meine Vorliebe für das Wandern gespürt hat, ist das gewollt. Probiert es aus. Aber Vorsicht vor dem Suchtfaktor. 😉

GASTBEITRAG USCHI

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