Achtung: Datenschutz gilt auch bei E-Mails!

By | 28. 06. 2013

Da schickt mir doch mein überaus sympathischer junger Kollege heute einen Artikel, über dessen Thema ich mich in den letzten Tagen mit einigen Computerfreunden unterhalten habe: Das leidige Weiterleiten von E-Mails.

Ich denke, jeder von uns achtet darauf, seine E-Mail-Adresse nicht auf x-beliebigen Seiten einzutragen, um nicht von einer Spamflut überrollt zu werden. Die meisten haben auch mehrere, damit eben genau dieser Spam nicht „im schönen Postfach“ landet.

Was nützt aber der ganze persönliche Datenschutz, wenn E-Mails gnadenlos durch die Welt geschickt werden und der komplette Mail-Verteiler im Adressfeld sichtbar ist? Viele haben ja sogar den Namen als E-Mail-Adresse. Ob es hansimueller@gmx.net oder susisorglos@web.de gefällt, wenn ihre Namen so an Menschen weitergeleitet werden, die sie überhaupt nicht kennen? Ich denke nicht.

Schriftzug e-mail

Achtung: Datenschutz gilt auch bei E-Mails!

Bild: wona golczyk/pixelio.de

Im vorliegenden Fall ging es um eine –> Firmenmail, aber auch im privaten Bereich sollte immer darauf geachtet werden. Kenne ich den Empfänger, und kennen sich die Empfänger untereinander, ist eine derartige Weiterleitung natürlich unproblematisch. Ist das aber nicht der Fall, wird ganz klar der Datenschutz verletzt.

Zitat vom Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht:

„Das BayLDA hat bereits unabhängig von diesem Fall mehrfach darauf hingewiesen, dass die Verwendung eines offenen E-Mail-Verteilers datenschutzrechtlich unzulässig ist, wenn die Inhaber der E-Mail-Adressen dazu nicht ihre Einwilligung erklärt haben. Es ist auch dem BayLDA bekannt, dass ein derartiger Verstoß sehr schnell und fahrlässig geschehen kann, wenn man die E-Mail-Adressen in das „AN-Feld“ oder das „CC-Feld“ einträgt und nicht in das „BCC-Feld“. Bei Eintragung der E-Mail-Adressen in das „AN-Feld“ oder das „CC-Feld“ sehen sowohl die unmittelbaren Empfänger („AN-Feld“) als auch die Empfänger der Kopien („CCFeld“) dieser Mail, an wen die Mail sonst noch geschickt wurde. Nur bei Eintragung der EMail- Adressen in das „BCC-Feld“ (englisch: Blind Carbon Copy, dt. sinngemäß Blindkopie) wird die Übertragung der E-Mail-Adressen an die Empfänger unterdrückt, so dass keiner erkennen kann, an wen diese Mail sonst noch geschickt wurde.“

Also Ihr Lieben, behaltet das im Hinterkopf. Datenschutz fängt im Kleinen an, da muss man gar nicht mit den Fingern auf PRISM und Tempora zeigen.

Vor allem die „Ich-schick-dir-mal-eine-total-lustige-PowerPoint-Präsentation-die-noch-keiner-kennt“-Mailer sollten sich den Hinweis mit BCC zu Herzen nehmen. 😉

Geschrieben von Uschi

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