Handy im Auto: Teuer, verboten oder doch möglich?

By | 10. 03. 2013

Ich war im Außendienst tätig, jahrelang. Trotzdem habe ich niemals im Auto telefoniert. Aus Angst vor Bußgeldern. Aber jetzt, wo ich im Büro sitze und den ganzen Tag am Telefon hänge, denke ich beim Heimfahren laufend daran, wen ich vergessen habe anzurufen.

Ich habe die Entscheidung getroffen, mir ein Bluetooth-Headset zuzulegen. Die Wahl hat lange gedauert, aber die Fakten haben für sich gesprochen.

Das Plantronics Voyager Legend.

Was hat mich daran überzeugt? Nun, nett ist auf jeden Fall, dass man zwei Bluetooth-Geräte gleichzeitig koppeln kann. Ich habe ein Diensthandy (Nokia Lumia 920) und ein privates Handy (iPhone 4), die ich beide hervorragend verbinden kann.

Aber: Charmant ist auch, dass der PC über den USB-Dongle verbunden werden kann. Nicht nur, um heimlich bei der Arbeit Musik zu hören, sondern auch um zu telefonieren. Per Skype oder, wie bei uns, wenn das Telefon ausschließlich über den Computer läuft.

Bislang habe ich ein Jabra-Headset genutzt, das mit Touchscreen und USB + Handy funktioniert.

Jabra Pro 9460 Duo

Das “Alt-Modell”, trotzdem Klasse: Jabra Pro 9460 Duo.

Mein neues Plantronics Voyager Legend kann ich nun – eigentlich – den ganzen Tag tragen, von morgens bis abends.

Das Privathandy bleibt im Auto, so dass mir eine freundliche Stimme auf halbem Weg von der Tiefgarage ins Büro mitteilt: “Phone 1 disconnected, PC connected”. Schon sind wir beim Sprachmenü: Eine sehr nette Stimme (die man natürlich auch auf Deutsch umstellen kann), weist einen auf alles hin: Welche Geräte verbunden werden, getrennt werden oder wenn die Batterie zu Ende geht. Neu ist, dass ich auch mit meinem Headset sprechen kann!  Sobald das Handy klingelt, weist mich die nette Frau darauf hin, dass jemand anruft, wer anruft (falls er im Telefonbuch gespeichert ist) und dass ich den Anruf annehmen oder abweisen kann. Ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen sage ich “Answer” und sie stellt die Verbindung mit einem “Answering call” her. Mit “Ignore” landet der Anrufer auf der Mailbox. Smile

Mein Lumia 920 ist, was die Spracherkennung angeht, auch sehr gut. Ein Druck auf einen der beiden Knöpfe am Ohr und ich kann SMS diktieren, E-Mails schreiben oder einen Kontakt anrufen. Dank Sprachmenü und Autokorrektur sind SMS (fast) fehlerfrei möglich. Auch ein Flirt mit Siri ist machbar, wenn man einsam ist. “Check battery”, “Am I connected” oder “Redial” sind weitere Befehle, die sofort beantwortet werden.

Sie sitzen im Auto, Ihr Telefon schellt und sie wollen kein Bußgeld riskieren? Kein Problem, einfach das Headset aufsetzen und der Anruf wird automatisch entgegengenommen oder vom Handy aufs Headset gelegt.

Richtig stylisch ist die Schreibtisch-Aufbewahrung. Diese ist klein, unauffällig, lädt das Headset aber laufend auf! Aus der Schale genommen und schon ist es einsatzbereit!

Plantronics Voyager Legend
Die Schreibtisch-Ladestation (Bildquelle)

Das genialste an dem Ding: Die bei meinem Kauf mitgelieferte Aufbewahrungsbox! In dieser hat das Headset Platz, der USB-Dongle kann verwahrsicher mitgeführt werden und das Ganze dient als Ladebox über MicroUSB.

Nun kommt der Clou: Beim Laden wird die Box zusätzlich aufgeladen. Auf Knopfdruck lädt die Aufbewahrungsbox nun das Headset unterwegs auf! Das nenne ich mal Innovation!

Plantronics Voyager Legend
That’s cool: Gut aufgeräumt mit integrierter Ladefunkton!

Die Qualität der Sprache ist sehr gut, auch bei Hintergrundgeräuschen. Ein integriertes Umgebungsmikrofon filtert störende Nebengeräusche heraus, so dass der Gesprächspartner nur mich hört. Schon mehrfach – ich schimpfte über andere Verkehrsteilnehmer – wurde ich verwundert gefragt, wie leise mein Auto doch ist (im 3. Gang bei 4.000 Umdrehungen überholend).

Fazit: Eine perfekte Investition für viele Einsatzgebiete: Dieses Headset kann man wirklich empfehlen, wenn man viel unterwegs ist oder einfach Bewegungsfreiheit im Büro braucht. Auch daheim ist es eine sinnvolle Ergänzung, wenn man beim Bügeln oder Aufräumen telefonieren will. Ich würde es wieder kaufen!

Update: Vier Wochen sind wir nun schon Freunde. Josy – wie ich sie liebvoll getauft habe – ist weiterhin freundlich, hört aufmerksam zu und ist äußerst angenehm in der Handhabung. Dank Bewegungsfreiheit kann man auch bei durchgehender Arbeit an der Hotline mal aufstehen und herumlaufen. Mittlerweile haben alle um mich herum dasselbe Modell und sind genauso verliebt wie ich. Smile

GASTBEITRAG CHRIS

2 thoughts on “Handy im Auto: Teuer, verboten oder doch möglich?

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