Microsoft Surface – ein tolles Geschenk?

By | 17. 11. 2012

Weihnachten steht vor der Türe. Lebkuchen im Supermarkt, Planungen fürs Weihnachtsessen und die ersten Weihnachtslieder im Radio. Spätestens jetzt macht sich jeder schon einen Kopf über Geschenke.

www.technikantworten.de hat sich bereits heute ein Microsoft Surface gesichert, um darüber zu berichten. Lange angekündigt und eingeschlagen wie eine Bombe. Können Sie Technikfreaks damit zu Weihnachten eine Freude machen?

Wir bekommen das Surface am Freitagnachmittag. Edel kommt es daher, das ist wahr. Metalloptik, der Bildschirm mit einem Cover verdeckt, wie wir es von Apple kennen.

Das Cover dient als Tastatur, einmal gibt es sie in Plastik-Ausführung mit “echten” Tasten und einmal als Touch Cover, bei dem die Tasten nur aufgedruckt sind. Ich bin ja mal gespannt.

Microsoft Surface - ein tolles Geschenk?

Ich ziehe Blicke auf mich, als ich das Surface herumtrage. Viele Leute haben es noch nicht mal gesehen. Zuhause angekommen, stelle ich das Surface auf. Ein ausklappbarer “Ständer” ist an der Rückseite angebracht. Ich melde mich erstmal mit meiner Live-ID an. Er zieht sich alle WLAN-Einstellungen meines privaten Netbooks. Cool.

Das Tippen mit dem Touchcover ist ungewohnt. Kein Tastenwiderstand? Schnell gewöhne ich mich daran. Die Tastatur kann man einfach entfernen. Genauso wie der Stromanschluss, ist die Befestigung via Magnet und einem 5-Pin-Anschluss. Keine Stecker mehr, die abbrechen können. Das ist auch cool.

Unser Surface kommt mit einem 1,3 GHz – Vierkernprozessor, 2 GB Arbeitsspeicher und dem Betriebssystem “Windows RT”. Es sind auch spezielle Versionen von Office installiert, “Microsoft Office 2013 RT”.
Die Festplatte bietet 24,9 Gigabyte Speicher, von der allerdings nur noch 15,1 GB frei sind. Eine Speicherkarte mit 14,8 GB ist auch eingebaut.
Ich sehe schon: Das große Werkeln, Basteln und Spielen ist hier wohl nicht möglich.

WLAN ist werksseitig eingebaut. Damit kann man sich einfach ins Internet verbinden. Die große Frage stellt sich mir: Wo baue ich meine UMTS-Karte ein? Ein schnelles Googeln stellt fest: Nirgends. Keine Chance.

Wie soll ich nun unterwegs surfen? Ich zücke meinen UMTS-Stick.

Microsoft Surface - ein tolles Geschenk?

Oh, wunderschön. Auch über die Profi-Einstellungen komme ich nicht ran. “Kein Netzwerkadapter gefunden”. Sorry, Jungs, aber das kann mein zwei Jahre altes Motorola Tablet.

Klar, ich kann auf meinem Handy einen HotSpot freigeben und dabei meine 300 MB verblasen. Der Vertrag auf dem Stick hätte 5 GB frei. Ich kaufe mir doch jetzt keine WLAN-Box, die mir über eine Karte den Zugang ins Internet bringt. Und wenn ich mein Netbook zücken muss, um die Internetverbindung freizugeben, brauche ich kein zusätzliches Tablet.

Grummelnd fordere ich die Maschine etwas. Mails synchronisieren, eine Datei herunterladen und eine PowerPoint ansehen. Das System geht in die Knie. Flüssiges Laden ist nicht mehr. Dafür ist es wohl nicht geschaffen.

Youtube und Musik schafft das Surface gut. Der Klang ist nicht herausragend, aber für ein Tablet durchaus in Ordnung.

Beide Kameras bringen 720p mit. Die hintere Kamera ist nach oben geneigt, so dass man bei aufgestelltem Surface den Eindruck hat, es würde senkrecht stehen. Trägt man das Surface allerdings herum, schaut die Kamera immer nach oben. Gewöhnungsbedürftig, aber mitgedacht! Wer macht schon mit einem Tablet unterwegs Fotos?

(Ok, viele Menschen machen das. Schaut dämlich aus. “Schännaia gugg of die Lins. Na los. Kärrim, du ausch”. Andere Geschichte.)

Bei der Frontkamera ist es genau anders herum. Hier hat man das Gefühl, sie schaut von unten herauf. Aber für meine zahlreichen Videotelefonate – besonders mit UMTS unterwegs –  völlig ok …

An Anschlüssen hat man einen USB-Anschluss, einen Mini-Ausgang für Adapter, z. B. Beamer, (die natürlich separat verkauft werden, wie überall) und einen Audioausgang.

Das “Touchen” auf dem Display ist gewöhnungsbedürftig, aber selbst mit Excel gibt es keine Probleme. Klar, man drückt desöfteren daneben, aber da sollte sich mit der Zeit legen.

Preis: Derzeit lediglich auf www.surface.de im Microsoft Store erhältlich.
32 GB ohne Cover kosten 479,—€
32 GB mit schwarzem Touch Cover kosten 579,—€
64 GB mit schwarzem Touch Cover kosten 679,—€
Für ein Type Cover legt man nochmals 129,—€ drauf.
Das sind stolze Preise.

Fazit: Das Microsoft Surface ist innovativ und modern gedacht. Viele Ideen wurden verwirklicht. Aber ausgereift ist es noch lange nicht. Dazu fehlen einfach businessrelevante Dinge wie UMTS. Da sich die Entwickler Ideen wie “Zusatzadapter verkaufen” von anderen Herstellern abgeschaut haben, hätte man auch hier ruhig spicken dürfen.

Bevor Sie hier nun großzügig zur Kreditkarte greifen, um das Tablet einzukaufen, sollten Sie sich gut überlegen, ob hier nicht ein weniger gezüchtetes ausreicht. Vielleicht ohne Office, dafür aber um Einiges günstiger.

Ich warte lieber auf die zweite oder dritte Version. Vielleicht mit UMTS.

GASTBEITRAG CHRIS

2 thoughts on “Microsoft Surface – ein tolles Geschenk?

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