Pflanzen gegen Zombies – das Abenteuer geht weiter

By | 29. 05. 2013

Es ist mittlerweile ziemlich genau vier Jahre her, dass PopCap sein Spiel „Plants vs. Zombies“ (auf deutsch: „Pflanzen gegen Zombies“) publiziert hat. Auf nahezu jeder Plattform (Smartphone, iPods, Windows, Mac, Xbox, Playstation, Nintendo und einige mehr) kann man dieses so genannte Tower-Defense-Spiel spielen.

Worum geht es? Der Spieler muss sein Haus gegen eine Horde anrennender Zombies verteidigen. Hierzu bedient er sich unterschiedlicher Pflanzen, muss mit allerlei Gemüse auf die Zombies „schießen“ und diese am Vormarsch hindern. Zuerst geschieht dies im Vorgarten, danach hinter dem Haus und am Ende auf dem Dach.

Soweit zum Prinzip von 2009.

Bevor im Juli 2013 der Nachfolger „Pflanzen gegen Zombies 2“ erscheinen soll (zumindest ist dies angekündigt), gibt es nun einen Ableger auf Facebook: Plants vs. Zombies Adventure – oder auf deutsch: Pflanzen gegen Zombies Abenteuer.

Natürlich erkennt man „Pflanzen gegen Zombies“ sofort wieder – und natürlich ist es völlig anders als das ursprüngliche Spiel (denn sonst müsste man ja nichts Neues erfinden).

Zunächst einmal trifft man viele „alte Bekannte“: Crazy Dave (in der deutschen Version heißt er „Deppie Dave“), die Erbsenschoten, die Kirschbomben, die Sonnenblumen usw.

Dann ist aber auch vieles anders. Das Wichtigste: Alle Pflanzen, die man einsetzen will, muss man erst einmal selbst anbauen und ernten. Und das kann dauern. Und nachdem sie eingesetzt wurden, sind sie weg. Das heißt wenn ich fünf Sonnenblumen züchte und die dann verwende, dann sind sie weg und ich muss fünf neue Sonnenblumen züchten. Die Plätze hierfür sind begrenzt; und es kann teilweise mehrere Stunden dauern, bis eine Pflanze fertig ausgewachsen ist. Hier gilt es dann gut zu überlegen, in welcher Reihenfolge man welche Pflanzen anbaut. Das Spiel läuft allerdings in „Echtzeit“, das heißt man muss nicht ständig „anwesend“ sein, sondern alles läuft auch weiter, wenn man nicht online ist.

Der zweite große Unterschied: Man hat kein Haus mehr, sondern eine ganze Stadt. Nun ja, zunächst ein Dorf, das sich aber durch die Lösung unterschiedlicher Aufgaben nach und nach vergrößern lässt. Hier gibt es eine begrenzte Anzahl von Bauplätzen, die man mit Gebäuden bebauen kann. Diese Gebäude bringen Münzen, die man wiederum zum Anbauen der Pflanzen braucht (man bezahlt die Samen damit).

Pflanzen gegen Zombies Screenshot Facebook

Überhaupt gibt es unterschiedliche „Währungen“: Neben den „Coins“ (den soeben bereits erwähnten Münzen) gibt es noch „Zombucks“ (Papiergeld) und „Gems“ (Edelsteine). Mit den Zombucks bezahlt man die verschiedenen Gebäude; und die Gems sind die „Währung“, die man – wie in solchen Spielen üblich – nur gegen echte Euros bekommt. Mit den Gems wiederum kann man sich Zombucks und/oder Coins kaufen – allerdings muss man das nicht. Man bekommt die Zombucks und Coins auch ohne Echtgeldeinsatz – dann dauert es eben ein bisschen länger. Aber meine persönliche Meinung ist eh, dass es doch ziemlich langweilig ist, wenn man sich für echtes Geld irgendwelche Vorteile in einem Spiel „erkaufen“ kann. Viel spannender ist es, das Ganze ohne dieses Geld zu schaffen – und das funktioniert definitiv.

Nicht falsch verstehen, bitte: Ich bin durchaus der Meinung, dass man für ein Spiel, das man gerne spielt (oder allgemeiner: für ein Programm, das man nützlich findet und gerne benutzt) etwas bezahlen sollte. Denn schließlich hatte derjenige, der das programmiert hat, ja auch einen gewissen Aufwand – insofern sollte man seine Arbeit durchaus honorieren. Aber die Grenzen sollten eng sein – und hier kritisiere ich durchaus, dass diese Grenzen nicht vorhanden sind. Nicht umsonst sind Facebook-Spiele (oder Browserspiele allgemein) die neuen „Cash-Cows“ der Software-Industrie.

Ich habe seinerzeit 89 Cent für die iOS-Version von Pflanzen gegen Zombies bezahlt. Und damit war auch alles bezahlt. Die PC- oder Mac-Versionen waren teurer (um die 15 Euro), aber auch hier war mit einer einmaligen Zahlung alles erledigt.

Hier kauft man im Prinzip „Verbrauchsmaterial“ – und wenn das verbraucht ist, braucht man Nachschub, der dann natürlich erneut etwas kostet.

Zurück zum Abenteuer – wieso eigentlich „Abenteuer“? Einer der wesentlichen Bestandteile des Spiels sind diese Abenteuer: hier lädt man eine Anzahl unterschiedlicher Pflanzen in einen Bus, fährt eine Straße entlang und trifft auf Zombies, die man dann mit den mitgebrachten Pflanzen bekämpfen kann. Hierfür bekommt man Coins und Zombucks, die man wieder reinvestieren kann. Und wenn man eine bestimmte Anzahl Abenteuer gelöst hat, bekommt man ein paar neue Grundstücke für seine Stadt, neue Pflanzen, neue Gebäude usw.

Pflanzen gegen Zombies Screenshot Facebook Pflanzen gegen Zombies Screenshot Facebook Pflanzen gegen Zombies Screenshot Facebook Pflanzen gegen Zombies Screenshot Facebook

Und wer jetzt denkt, dass ich hier über eine Art „Egoshooter“ à la Counterstrike schreibe – mitnichten. Die Grafik erinnert eher an einen Micky-Maus-Comic; und eine USK-Freigabe ab 6 Jahren sagt auch schon einiges.

Zu erwähnen wäre noch, dass es sich bei „Pflanzen gegen Zombies Abenteuer“ (bzw. „Plants vs. Zombies Adventure“) um eine englischsprachige Betaversion handelt, die aber ziemlich stabil läuft. Einziger Nachteil: das Spiel läuft auf Flash und ist damit ein ziemlicher „Ressourcenfresser“.

Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall.

Geschrieben von Peter

2 thoughts on “Pflanzen gegen Zombies – das Abenteuer geht weiter

  1. Christel

    Ich spiele sehr gerne und sehr lange das Spiel“ Plants vs. Zombis “ und für interessante und spannende Spiele bin auch bereit ein Entgeld zu zahlen.

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  2. Lillian Shaffer

    Vor kurzem hat Popcap das Facebookspiel Plants vs. Zombies Adventures in die Open Beta entlassen und alle interessierten Spieler können loslegen bei der spaßigen Zombiejagt. Mir hat schon das Original sehr viel Spass gemacht und Plants vs. Zombies Adventures finde ich mehr als gelungen. Das bekannte Spielprinzip ist um das Züchten von Pflanzen und den Ausbau einer Stadt erweitert worden und die neuen Laufwege der Zombies erlauben etwas mehr Taktik als im Original. Mich hat lange kein Facebook-Spiel so schnell in seinen Bann gezogen wie Plants vs. Zombies Adventures. Daß Popcap es sogar geschafft hat ohne die nervige Energie auszukommen ist nur lobenswert auch wenn man natürlich durch die Knappheit an Pflanzen und Geld in seiner Spielzeit etwas eingeschränkt wird. Trotzdem kommt das Plants vs. Zombies Feeling wieder auf und Spieler die das Original mochten kommen hier auch voll auf ihre Kosten.

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