Quo vadis, Apple? Die Neuerungen zur Keynote 2013

By | 13. 06. 2013

Am Montagabend mitteleuropäischer Zeit (oder am Montagvormittag in Kalifornien) war es wieder mal soweit: Apple rief seine Entwickler zusammen und bereits nach 71 Sekunden waren die 5.000 Tickets für die Keynote 2013 im Moscone-Center in San Francisco verkauft. Kein Wunder, dass 64% der Besucher der Keynote erstmals dabei waren – sie hatten eben einfach Glück; und viele andere hatten Pech.

Dabei hat diese Veranstaltung in den letzten Jahren viel von ihrem Reiz verloren. Als Steve Jobs (er möge in Frieden ruhen) noch fit war, war die Keynote immer das Highlight des Jahres. Aber seit seiner schweren Erkrankung, und erst recht nach seinem Tod, ist das Ganze doch zu einer Veranstaltung ohne wirkliche Überraschungen mutiert.

Da wird jedes Jahr eine neue Version des iOS vorgestellt, wobei man die meisten Neuerungen bereits Tage oder Wochen vorher durch die brodelnde Gerüchteküche erfährt. Alle zwei Jahre dann eine Vorschau auf die neueste MacOS-Version – das war’s dann im Wesentlichen. Wo ist das „One more thing“ vergangener Jahre? Es ist weg und wird auch nie wieder kommen.

Okay, 2013 wurde von Apple auch noch neue Hardware vorgestellt. Nicht mal schlechte, denn die neuen MacBook Air werden die neuen energieeffizienten Intel Core i5- und Core i7-Prozessoren der vierten Generation tragen, die dem 13-Zoll MacBook Air bis zu 12 Stunden Batterielaufzeit ermöglichen. Das kleinere 11-Zoll MacBook Air liefert bis zu 9 Stunden Batterielaufzeit. Hinzu kommen neue und schnellere Flash-Speicher (im MacBook Air werkeln keine Festplatten, sondern SSD-Laufwerke mit 128 oder 256 GB Kapazität), die ein hübsches Gesamtpaket bringen.

Die neuen MacBook Air kosten zwischen 999 Euro (11 Zoll mit 128 GB SSD) und 1.299 Euro (13 Zoll mit 256 GB SSD).

Und dann wäre da noch der Mac Pro. Von vielen schon totgeredet – er scheint wieder aufzuerstehen. Nachdem professionelle Mac-User die Hoffnung schon längst aufgegeben hatten, wurde nun ein Ausblick auf das neue Modell gewährt. Der neue Pro ist wesentlich kleiner als sein Vorgänger – und er ist rund bzw. zylinder- oder röhrenförmig. Im Inneren strömt kühlende Luft durch einen dreieckigen Kühlkörper. An den drei Seiten des Kühlkörpers befinden sich Platinen und andere Komponenten. Die Außenhülle ist aus schwarz eloxiertem Aluminium. Im Inneren werkelt ein Intel Xeon E5 mit bis zu zwölf Kernen, zwei AMD FirePro mit bis zu 6 GB Speicher, ECC-DDR3-Speicher mit 1.866 MHz und PCI-Express-Flash-Speicher. Der Datendurchsatz des Flash-Speichers soll lt. Apple bei 1250 MByte pro Sekunde liegen. Der Mac Pro ist mit zwei Gigabit-Ethernet-Schnittstellen, WLAN 802.11ac, Bluetooth 4.0, sechs Thunderbolt-2.0-Ports für insgesamt 36 Geräte, vier USB-3.0-Anschlüssen und HDMI 1.4 ausgerüstet. Ein genaues Datum, wann der Mac Pro verfügbar sein wird, wurde nicht genannt, aber angeblich soll dies noch 2013 der Fall sein (zumindest in den USA). Auch Preise sind noch nicht bekannt.

Man fühlt sich irgendwie an den alten PowerMac G4 „Cube“ erinnert.

Geschrieben von Peter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.